Das Buch, erschienen 1901, erzählt die Familiengeschichte der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook über vier Generationen von 1837 bis 1877. Der Untertitel „Verfall einer Familie“ zeigt das Thema des Romans auf: den Konflikt zwischen Pflicht (Fortbestand der Kaufmannsfamilie) und Neigung (Kunst, Musik). Und das macht das Buch so zeitlos. Auch heute gibt es diese familiären Konflikte, was die Eltern von ihren Kindern erwarten bzw. wünschen und dem, was diese selbst für sich als Lebensziel entwickeln.
Leserin und Leser dieses Buches können frei entscheiden, welcher Person oder Generation ihre Sympathien gelten. Zumindest mir geht es so, dass ich bei jedem Lesen eine andere Person ins Herz schließe. Das macht das Lesen dieses Buches für mich so abwechslungsreich.
Thomas Mann zeigt, wie sich die bürgerlichen Werte über Generationen verändern und was passiert, wenn man sich dieser Veränderung nicht stellt. Insofern kann der geschilderte Verfall einer hanseatischen Kaufmannfamilie durchaus auch als Mahnung in heutiger Zeit verstanden werden.
Zugegebenermaßen ist das Buch von Sprache und Umfang anspruchsvoll. Aber es lohnt sich!
Buchempfehlung zum Jubiläum: Eva Sauter empfiehlt "Buddenbrooks" von Thomas Mann





